BLAUER TRAUM

BLAUER TRAUM
An einem Sommertag am See unterm Kastanienbaum
War es uns wie in einem blauen Traum,
der die Wolken in Öl gemalt
In der flirrenden Luft ein herrlicher Duft
Deines besten Parfums, nach Wiese und Sand
Und Kräuterrauch war auch da

Die Saiten der Gitarre zitterten sanft in meiner Hand
Und woben einen Teppich aus Klang
Wir schwangen uns auf – das Schweben fiel uns nicht schwer
Ein Stück weit am Ufer entlang

Und hinaus flogen wir auf´s offene Wasser
Mit einem Fuß im kühlen Nass
Während ich tief im Geiste versunken
im Flug der Libellen die Zukunft las

Eine Stimme von fern: „Pass auf wo du schwimmst
Das Wasser ist tief, dass du mir nicht ertrinkst
Das Wasser ist tief wo du schwimmst“

An einem Sommertag am See unterm Kastanienbaum
Hielten wir unsere Pferde im Zaum
Vor den Blicken der Leut nicht gefeit
Schob sich meine Hand vorsichtig tastend
Dein sonnenwarmes Bein entlang
Doch nur bis zum Saum deines Kleids

Die Saiten der Gitarre schwangen sachte hin und her
Und woben einen Teppich aus Klang
Die Schallwellen brachen auf deiner Brust
Und hallten im Herzen noch lang

Und hinaus flogen wir auf´s offene Wasser
Ein Fuß getaucht ins kühle Nass
Darin unsre Seelen tief am Grunde schöpften
Den Sand der Zeit für´s Stundenglas

Eine Stimme von fern: „Pass auf wo du schwimmst
Das Wasser ist tief, dass du mir nicht ertrinkst
Das Wasser ist tief wo du schwimmst“

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